Wo sonderbar und wunderbar sich magisch verbinden: Ein Pioneer-Trip nach Südtirol

Sechs Radfahrer, die am Vortag noch Fremde waren, sitzen im Whirlpool auf dem Dach eines Hotels und schauen gemeinsam den Live-Stream der Tour de France auf dem Smartphone.

Sechs Radfahrer werden aus Versehen zu Hochzeits-Crashern, weil sie als einzige Gäste im Restaurant der Edelweisshütte nicht zur Hochzeitsgesellschaft gehören.

Sechs Radfahrer bestaunen mit offenem Mund die Aussicht und suchen stumm nach Worten, die das, was sie sehen, beschreiben können. 

Sonderbar? Wunderbar? Oder beides gleichzeitig? Vier Rennrad-Pioneers konnten auf einer Reise zusammen mit zwei Mitgliedern des komoot-Teams erleben, wie sich große Momente des Radsports mit großen Momente der Surrealität abwechseln – und wie genau daraus eine großartige Reise entstehen kann.

Die Reise führte nach Südtirol und schon die Ankunft im Hotel bildete den perfekten Auftakt. Das Bike-Hotel Tofana mit seiner modernen, klar gezeichneten Architektur und minimalistischen Inneneinrichtung (und Whirlpool auf dem Dach) setzt mit seinem Ausblick die Dolomiten, die sich rundum erheben, perfekt in Szene. Jene Berge, die gleichzeitig zauberhafte Kulisse für den Hotelaufenthalt unserer Gruppe und Erfüllungsort atemberaubender (und kräftezehrender) Radtouren sein sollten.

Mit ihrem erfahrenen Guide Marko machten sich die Pioneers Neil, Clare, Jane und Jack und ihre Komoot-Gastgeber auf den Weg zur ersten Tour, der Sella Ronda. Diese Rennradtour führt auf gut ausgebauten Straßen rund um die Sellagruppe, einem eindrucksvolles Kalksteinmassiv, das sich deutlich von den anderen Bergen der Umgebung abhebt. Dabei führt sie über vier Pässe auf über 2000 Meter Höhe und durch 100 Spitzkehren wieder ins Tal.

Entlang der Strecke fanden unsere Sportler jede Menge Kiefern, postkartenartige Szenen von Kühen mit Kuhglocken und Brunnen mit sprudelndem Quellwasser. Und selbstverständlich gab es auch die obligatorischen Cafés, in denen sie mit Begeisterung italienischen Kaffee und Apfelstrudel kauften und mit großem Genuss konsumierten.

Am Ende der Fahrt waren das Drei-Gänge-Frühstück, inklusive Kuchen und frischem Ricotta, der Strudel und die Energieriegel komplett verbrannt, so dass niemand Angst haben musste, mangels Appetit das Abendessen im Hotel nicht genießen zu können.

Nach einer kleinen Nachmittagsruhe fand sich die Gruppe im Hotelrestaurant zusammen. Mit seiner minimalistischen Gestaltung bot es einen entspannten Rahmen, in dem sich alle besser kennenlernen konnten: Neil, der wettbewerbsorientierte Typ aus der Fahrradbranche, Jane, die begeisterte und leidenschaftliche Schottin, Jack, der Rahmenbauer und beständige Quell positiver Schwingungen (für ihn ist sogar Brot eine ganz wunderbare Sache) und Claire, auch eine „Insiderin” der Fahrradwelt, die, wäre sie ein Waschmittel, wohl Superkonzentrat genannt würde – mit großer Kraft bei kleiner Verpackung. Bei italienischem Essen, von Knödeln bis Pasta, gutem Wein und Fahrrad-Gesprächen verging der gemeinsame Abend wie im Flug.

Am nächsten Morgen waren alle bereit für die nächsten Pässe. Auf der 80-Kilometer-Tour über Fodom und Caprile gab es kein einziges ebenes Stück – nur Anstiege (wieder bis über 2000 Meter) und Abfahrten. Allerdings belohnten einige sehr lange Anstiege mit besonders pittoresken Zielen, wie etwa der alten Festung am ehemaligen offiziellen Grenzübergang zwischen Österreich und Italien. Beim Mittagessen im kleinen Örtchen Caprile stärkte sich unsere Truppe für den nächsten großen Anstieg – zum vielleicht malerischsten Restaurant, das man sich vorstellen kann – und dem vielleicht besten Ort, um bei einem Eis im Liegestuhl zu sitzen und die Aussicht zu bewundern.

Später am Abend sollte sich unsere Reisegruppe einer besonderen Verwandlung unterziehen: Sie wurde unfreiwillig zu einer „Hochzeits-Crashern”. Die Edelweishütte, eine rustikale Berghütte ganz oben an der Großglockner Hochalpenstraße, die im Sommer normalerweise geschlossen ist, hatte eigens für eine Hochzeitsfeier geöffnet. Und weil das örtliche Tourismusbüro wusste, dass komoot in der Stadt war, bot es der ganzen Gruppe sozusagen einen Platz an der Tafel an. Bei solch einem feierlichen Rahmen fürs Abendessen und der besonders fröhlichen Atmosphäre im Restaurant gab es aber wirklich keinen Grund, sich zu beschweren.

Bei jedem erfolgreichen Pioneer-Tripp kommt das Ende immer ein wenig zu früh. Das war auch bei dieser Reise so. Aber die fantastische Tour am Sonntag gab allen die Möglichkeit, den Spaß bis zum Ende auszukosten.

Für diese Ausfahrt ließen die Pioneers den Verkehr auf den Straßen hinter sich und bogen stattdessen auf eine Singletrail-Gravel-Tour ab. Eine lange Abfahrt führte durch eine breite Felsschlucht, über einen Fluss und weiter auf die Schotterstrecke. Es gab fabelhafte Aussichten wie auf den vorherigen Touren – aber diesmal ohne Verkehrsgeräusche – andächtige Stille und atemberaubende Aussicht. Und mit diesem Eindruck endete dieser Pioneer-Tripp. Unnötig zu sagen, dass alle glücklich nach Hause zurückfuhren.

Die offizielle komoot Collection zum Pioneer-Wochenende in Südtirol kannst du dir hier ansehen.

Du möchtest auch komoot Pioneer werden? Hier erfährst du, wie du dabei sein kannst.

1 Comment

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  1. B@ sagt:

    Das Geheminis der Freiheit ist Mut…
    …um ein echter Pioneer zu sein, braucht es Mut und dieser Blog macht es deutlich, die vier Pioneers haben Mut und Spass.
    Toller Beitrag und sehr süffig geschrieben.

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