Verantwortungsbewusst draußen aktiv

Wir alle wissen, wie wichtig es gerade ist, unsere sozialen Interaktionen einzuschränken. Das muss aber nicht heißen, dass wir nicht nach draußen gehen können. Schließlich gehören Sport und Bewegung an der frischen Luft nach offiziellen Empfehlungen zu einem gesunden Leben. So bleiben wir nicht nur körperlich gesund und stärken unser Immunsystem, sondern können auch besser mit dem zusätzlichen Stress umgehen, den viele von uns zur Zeit empfinden. Dass Radfahren, Wandern oder Laufen fit hält, ist für Outdoor-Begeisterte wie uns nichts Neues. Aber in der aktuellen Situation müssen wir alle verantwortlich handeln um uns und andere zu schützen.

Am wichtigsten ist es natürlich, den offiziellen Richtlinien in deiner Region zu folgen, aber für den Fall, dass Rausgehen in die Natur dazugehört, fragst du dich möglicherweise, wie das konkret aussehen kann. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Grundsätze zusammengestellt, die dir helfen, verantwortungsvoll draußen aktiv zu sein.

Geh alleine raus

Der After-Work-Ride mit Freunden, die Wandergruppe am Wochenende und der Lauftreff im Stadtwald. So sehr wir unsere gemeinsamen Outdoor-Aktivitäten lieben, fürs Erste müssen wir uns von ihnen verabschieden und die Regeln des Social Distancing akzeptieren. Radfahren, Wandern oder Laufen geht eben zur Zeit nur alleine und mit anderen nur dann, wenn sie im gleichen Haushalt leben. Am meisten helfen wir zur Zeit unserer Community, wenn wir uns nicht persönlich begegnen. Das tun wir am besten online.

Vermeide belebte Orte

Wir alle kennen sie, diese kleine Landstraße mit wenig Autoverkehr und superglattem Asphalt, über den das Rennrad förmlich hinweggleitet, oder diesen Hügel im Park, von dem aus sich der Sonnenuntergang am schönsten erleben lässt. Dummerweise sind wir oft nicht die einzigen, die diese Orte kennen. Und wenn es alle nach draußen zieht, genau an diese Lieblingsspots, kann es schwer werden, den Mindestabstand zu halten, egal ob der bei 1, 1,5 oder 2 Metern liegt. Deswegen ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die Karte zu erforschen und nach weniger belebten Orten zu suchen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass du immer noch versteckte Perlen in deiner Region entdecken kannst.

Bleib in der Nähe

Mit geschlossenen Grenzen und Reisewarnungen sind Reisen ins Ausland praktisch unmöglich. Aber auch längere Touren im eigenen Land erhöhen die Gefahr, COVID-19 zu verbreiten oder sich selbst anzustecken. Vielleicht müssen wir unterwegs tanken oder Verpflegung kaufen oder die Toilette benutzen. Natürlich können wir versuchen, unsere Interaktionen zu beschränken, unser eigenes Essen mitzubringen oder allen Menschen aus dem Weg zu gehen. Sicherer ist es aber, die Zeit zu nutzen, unsere Umgebung neu zu entdecken. Und irgendwann wird auch die Zeit für große Abenteuer wieder kommen.

Geh nicht an deine Grenzen

Nach intensiver körperlicher Anstrengung ist der Körper anfälliger für Infektionen. Experten sprechen dabei vom Open-Window-Phänomen, und das sollten wir zur Zeit unbedingt vermeiden. Auch sollten wir das Gesundheitssystem nicht zusätzlich durch unsere Aktivitäten belasten: Beim Bolzen über technische Trails mit dem Mountainbike oder beim Wandern auf exponierten Bergwegen ist das Verletzungsrisiko einfach höher und das sollten wir vermeiden. Also, gehen wir die Dinge im Moment einfach etwas ruhiger an.

Richte dich nach den Behörden vor Ort

Natürlich sind wir bei komoot keine Gesundheitsexperten und können auch keine rechtlichen Ratschläge geben. Die Gegebenheiten unterscheiden sich von Region zu Region und ändern sich außerdem ständig. Richte dich deshalb zuallererst nach den Empfehlungen der Regierung und Gesundheitsbehörden in deinem Land und halte dich an die geltenden Einschränkungen.

Du kannst gar nicht raus?

Wir wissen, dass es in manchen Ländern oder Regionen überhaupt keine Möglichkeit gibt, nach draußen zu gehen, und wir hoffen, dass du bald wieder Gelegenheit zum Radfahren, Laufen oder Wandern haben wirst. Um dir zu helfen, deine Zeit auf unterhaltsame Weise zu vertreiben und dabei Kontakt zur komoot Community zu halten, haben wir eine Reihe digitaler Events und Workshops rund um Routenplanung und Outdoor-Abenteuer organisiert. 

Zum Schluss: Denk immer daran, dass all die Gipfel, die Serpentinen und die Trails immer noch da sein werden, wenn diese Sache vorbei ist – und wir sie umso mehr genießen können, wenn wir endlich wieder zu großen Abenteuern aufbrechen können. Aber jetzt ist deine Gesundheit und die aller anderen wichtiger als jedes Abenteuer. Draußen in der freien Natur zu sein, hilft uns nicht nur gesund zu bleiben und unsere Nerven zu behalten, wir können auch unsere Umgebung neu kennenlernen und Schätze vor unserer Haustür finden, die wir bisher übersehen haben.

Pass auf dich auf, geh alleine raus, entdeck deine Umgebung.

20 Comments

Kommentieren
  1. Günther sagt:

    Das ist alles gut und schön. Wenn komoot aber im Wochenend-Newsletter die Schelmenklinge bei Lorch empfiehlt, läuft wohl etwas schief. Bitte informiert Euch vorher, ob es dort überhaupt etwas zu sehen gibt. Derzeit gibt es nämlich noch nicht die weithin bekannten Wasserspiele, die normalerweise ab Anfang Mai zu sehen sind. Wann es soweit sein wird, ist derzeit noch völlig unklar. Es wird auf jeden Fall auf der Webseite der Schelmenklinge bekannt gegeben:

  2. Rolf Höhn sagt:

    rollo
    Ich kann mich dem Beitrag von Nicolaus K.vom 14.5.20 nur anschließen. Wann werden die berühmten Amtsschimmel ihr Wiehern endlich mal einstellen, damit jeder frei entscheiden kann unter Berücksichtigung der gut gemeinten Ratschläge der Virologen des Robert-Koch Institutes. Besserwisser gibt’s wahrlich genug.

  3. Volker Grötzinger sagt:

    Sehr wohl durchdacht und gut formuliert in aller Klarheit, ich stimme zu!

  4. Ursula Brunkow sagt:

    Ich bin 79 und kann leider nicht mehr so wie mein Kopf es gerne möchte.
    Der Nachteil ab Komoot ist, dass ich meine Route vorher im PC raussuchen muss und ihn nicht einfach vor Ort als Wanderführer benutzen kann, das wusste ich vorher nicht und dazu brauchte ich Hilfe.

  5. Bruno sagt:

    Danke für die Bemerkungen, jetzt kann ich mir einen eigene ersparen….
    ja, wir brauchen keine Hirnprothese, von niemandem…schönen Ausflug
    Bruno

  6. Rudi Hilt sagt:

    Wir sind jeden Tag unterwegs, zum Einkaufen wird alles mit Fahrrad erledigt. Die Natur wird mit
    Fahrrad gesichtet. Bei schlechterem wetter bedingt wird gewandert. Die Natur in einer der schönsten
    Maienzeit geniesen.

  7. Jörg sagt:

    Wertes Kommod-Team,
    es geht zwar gerade eine Welle gutgemeinter Ratschläge von allen möglichen Leuten und Institutionen durchs Land; aber Messages in dieser Form und Länge hätte ich von euch nicht erwartet!

    Ich bin ein Fan der Kant’schen, Hegel’schen, … Aufklärung und in diesem Sinne nicht auf ungefragte Belehrungen scharf oder angewiesen. Ich kann noch sehr gut selber denken und schlussfolgern!
    Wenn jeder Einzelne in dieser Krise sein sein eigenes Metier so gut wie möglich ausgestalten würde, wäre das aus meiner bescheidenen Sicht hilfreicher und weniger nervig.

    1. Angelika Woll sagt:

      Vielleicht sollten Sie dann einfach weiterblättern. Es gibt auch Leute welche sich daran orientieren, ohne so einen großen Kant / Hegel Bohei zu machen.

      Aber die Hauptsache mal wieder gemotzt. Das ist vermutlich dem deutschen sein liebstes Ding.

      In diesem Sinne eine schöne Zeit und bleiben Sie gesund.

      Liebe Grüsse
      Angelika Woll

      1. Gerd sagt:

        Liebe Angelika,
        ich mache mir nun extra die Mühe, hier meinen ersten Kommentar zu verfassen, nur um Dir beizupflichten.
        Viele Grüße
        Gerd

    2. Bruno Klepper sagt:

      Danke für die Bemerkungen, jetzt kann ich mir einen eigene ersparen….
      ja, wir brauchen keine Hirnprothese, von niemandem…schönen Ausflug
      Bruno

      1. Mo Relo sagt:

        Hallo Bruno,
        mit so einer Einstellung muss man doch krank sein.
        Solltest mal ne Route nach Hirsau planen.

      2. Dahm sagt:

        Lieber Herr Klepper……

        Sie wiederholen sich!!!!

  8. Horst sagt:

    Ich kann nicht verstehen, warum Fahrten mit dem Rad nur allein (allenfalls mit Personen aus dem gleichen Haushalt) durchgeführt werden sollen. An der frischen Luft und unter Beachtung der für das Land geltenden Sicherheitsregeln mit Freunden eine Tour zu machen ist immer noch gefahrloser, als bei Lidl, Aldi und co. einzukaufen. In diesem Sinne: bleibt gesund!

    1. derdader sagt:

      ja mag sein.
      Aber vieleicht
      ist bei Aldi und Lidl z. B. der Faktor 5
      Beim Rad fahren 2 oder 3.
      Nur.
      Das Einkaufen natürlich auf das nötige Einschränken…
      Aber dann…

      UND Rad fahren?
      Und Ich kann mir nicht vorstellen, (oder ich kenne mich), dass, wenn ich mit Freunden, Fahrradfreunden unterwegs bin. Immer diese 1,5 oder 2m einhalten werde…
      … Ich denke, es werden wilkürlich Grenzen gezogen. Aber so denke und hoffe ich, aus einer Sorge heraus.
      Und die, die Grenzen, die nicht in meinem Lebensbereich greifen. Sind okay. Drücken ja nicht…
      Alles Gute

  9. Dietmar sagt:

    Wandern, Mountainbiken, Fahrrad fahren sind wichtige Dinge um den Kopf frei zu kriegen.
    Aber bitte mit den wichtigen Regeln wie sie vom Autor benannt sind.
    Nochmal eine Zeit wie die letzten Wochen braucht kein Mensch. Und wenn Leute einfach die Tatsachen verdrängen und ellbogenhaft ihren Spaß in den Vordergrund stellen wollen ohne die Konsequenzen zu beachten platzt mir die Hutschnur.
    In diesem Sinne bleibt gesund! Und fröhlich dabei:-)

  10. Klaus sagt:

    Vielen Dank, für eure, gerade jetzt, wichtigen Hinweise! Die Fahrten mir dem Moutainbike machen richtigen Spaß, auch wenn es die paar Regeln zu beachten gilt.

  11. Jürgen Karsten sagt:

    Was soll ich dazu sagen? Wandern macht Spass. Am besten mit Familie und Freunden. Der Mensch ist allein einsam. Wußtet ihr nicht das diese Form die Menschen erst kaputt macht.
    Regeln der Hygiene einhalten ok. man kann es auch übertreiben! Und wenn Gesundheit politisch motiviert vom Staat diktiert wird, dann ist was faul im Staat. Aber ich will besser nichts mehr weiter dazu sagen. Das denunziantum hat mich auch schon wieder aus alten zeiten eigeholt.

    1. Wölfle Robert sagt:

      Der Mensch braucht feste Regeln. Das Virus wird über die Atemluft übertragen. Abstandhalten, andere nicht anhusten, Händewaschen hat in dieser Zeit, mit einem gefährlichen Virus, oberste Priorität. Man sieht, dass es Menschen gibt denen die Sicherheit anderer nichts gilt. das beweisen sie, indem sie diese einfachen Regeln ignorieren. Der Mensch will seine gewohnten Handlungsweisen nicht dem anpassen. Deswegen braucht es fester Regeln.

      1. Nikolaus K. sagt:

        Servus Wölfle, du hast mit deinem Beitrag alles auf einen Punkt gebracht. Ganz genau, die Verordnungen jetzt sind ganz einfache Regeln. Leider liest sich die 10seitige Ministerialverordnung in Juristendeutsch nicht so einfach. Da ist wieder mal eine ganze Herde von wiehernden Amtsschimmeln unterwegs gewesen. Typisch deutsche Tugenden einfach. Einzelne werden bei Verstößen gnadenlos abgezockt, bei großen Demos werden die Augen geschlossen. Trotzdem hast du recht mit deinem Kommentar.

      2. Axel sagt:

        Well , sehe isch auch so

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