Roger Allinson-French: Das Leben ist besser in Wanderstiefeln

Vergiss schneebedeckte Gipfel, herausfordernde Bergtouren und die Alpen – Roger Allinsons wiederentdeckte Liebe zur britischen Natur erinnert uns daran, dass die Schönheit und die Wunder der Natur überall zu finden sind – auch vor seiner Haustüre in Warwickshire!

Roger Allinson verbringt jede freie Minute damit, seine heimatliche Landschaft in Warwickshire zu erkunden, manchmal mit Familienmitgliedern im Schlepptau, aber die meiste Zeit auf eigene Faust. Es gibt keine unbezwingbar riesigen Berge, keine unendlichen Wälder (das braucht er alles nicht), nur sich durch die Felder windende britische Landwege. Seit er im letzten Jahr die komoot App heruntergeladen hat, absolvierte er nicht weniger als 35 Touren, kreierte 32 Highlights und seine Motivation, diese schöne Landschaft und seine Abenteuer zu dokumentieren und zu teilen, lässt nie nach. Wir haben diesen britischen komoot Pionier gefragt, was ihn persönlich motiviert, in die Natur zu gehen.

„Als Teenager war ich viel wandern und campen. Ich liebte es, neue Orte zu entdecken und zu erforschen. Aber mit dem Erwachsenwerden musste ich meine Energie auf andere Dinge konzentrieren, definitiv nicht mehr auf meine Fitness und Taille! Erst spät, im letzten Jahr, wurde mir bewusst, dass ich wieder etwas an meinem Lebensstil ändern muss, ein für alle mal abnehmen und wieder fitter werden. So begann ich wieder mit dem Wandern und es war wirklich ein neues Lebensgefühl, das alles verändert hat.”

„Wenn ich jetzt mehr als ein paar Tage nicht unterwegs bin, vermisse ich es, werde unruhig und plane die nächsten Wanderungen bereits in meinem Kopf.“

Auch, wenn ich die gleiche Route schon zehn Mal gegangen bin, so erfreue ich mich immer wieder auf’s neue an ihr. Oft bin ich erstaunt, wie anders die gleiche Landschaft durch unterschiedliches Licht, die jeweilige Jahreszeit oder das Wetter aussehen kann.

Was ich dabei entdecke stelle ich auch mit Bildern und Highlights auf komoot dar. Das ist meine Art, es anderen Leuten zu zeigen und sie hoffentlich auch dazu zu inspirieren, mehr nach draußen zu gehen.“

„Ich lebe in North Warwickshire mitten in England, in einem kleinen ländlichen Dorf an der der Grenze zu mehreren umliegenden Grafschaften, unter anderem Derbyshire, Staffordshire und Leicestershire. Es gibt hier eine schöne Kirche und eine gemütliche Kneipe auf der anderen Seite des Feldes, welches an meinen Garten anschließt. Und es gibt einige wirklich schöne Wanderungen direkt vor meiner Haustür.

North Warwickshire wird wahrscheinlich bei Touristen, die zum Wandern in das Vereinigte Königreich kommen, nicht auf dem Radar auftauchen. Es ist in etwa so weit von der Küste entfernt, wie es in England überhaupt möglich ist und es ist auch relativ flach – dennoch oder vor allem deshalb – aber allemal einen Besuch wert. Innerhalb von fünf Meilen rund um mein Haus gibt es spektakuläre Ausblicke auf die verschiedenen Kirchtürme, welche über die ganze Region verteilt sind. Es gibt viele kleine Kanäle, denen man folgen und sich den Weg weisen lassen kann. Ich würde meine Heimat hier auch als Ausgangspunkt für einen Besuch des Peak District im Norden, Cannock Chase im Westen oder Sherwood Forest im Osten empfehlen.

Mein bevorzugtes Wandergebiet liegt zwischen Moira und Breedon on the Hill, beide Orte waren Inspirationen für Handlungsschauplätze in Tolkiens Herr der Ringe. In der Nähe gibt es historische Schlösser und wunderschöne alte Gebäude, und Tamworth Castle ist die historische Hauptstadt des Königreichs Mercia. Bosworth Battlefield hat auch ein paar schöne Wanderungen, von denen eine mit Informationstafeln zur Geschichte versehen ist. Auf halbem Weg um den Bosworth-Battlefield-Weg befindet sich der Bahnhof von Shenton, der auf der einzigen Strecke der British Rail liegt, auf der noch Dampfzüge im Linienverkehr verkehren.“

Entschleunigung

„Bei meinem geschäftigen Leben hilft es mir sehr, am Wochenende und am Abend rauszugehen und damit den Stress und die Strapazen des Alltags zu bewältigen. Ich kann verstehen, warum andere gerne Rad fahren oder laufen, für mich jedoch ist gerade die Langsamkeit des Wanderns, die Fähigkeit, anzuhalten und einen Blick auf alles zu werfen, das Schöne daran. Auf meinen Wanderungen bin ich zwar auch kommunikativ, was andere Wanderer angeht und es ist toll zu sehen, wie andere die Landschaft genießen, die ich so liebe. Aber die Option, einfach irgendwo alleine anzukommen, ohne sich auf jemand anderen einstellen oder verlassen zu müssen, ist einfach eine der schönsten Möglichkeiten meinen Tag zu verbringen.

„Ich liebe die Einsamkeit, allein zu wandern und Orte in einem langsamen Tempo zu entdecken – diese wundervolle Einsamkeit, mitten im Nirgendwo, ohne eine Menschenseele in irgendeiner Richtung zu erspähen.“

Als ich Anfang 2017 wieder mit dem Wandern begann, verbrachte ich viel Zeit damit, nach Wandermöglichkeiten und Pfaden zu suchen, einfach um mich fit zu machen, aber ich wollte vor allem auch neue Orte entdecken. Ich fand es sehr schwierig, gute und sichtbar markierte Wanderrouten in meiner Nähe zu finden. 30 Meilen entfernt in jede Himmelsrichtung gab es richtig viele, aber in der Nähe meines Hauses gibt es sehr wenig, wenn überhaupt. Komoot war eine große Hilfe beim Entdecken und Erforschen neuer Wege und Routen, die ich so nicht gefunden hätte.“

Rogers Lieblingswanderungen und schönste Plätze

„Ich habe viele der Touren, die ich in Komoot aufgenommen habe, sehr genossen. Einige der spektakuläreren Aussichten finden sich entlang der kornischen Küste und mein größtes Erfolgserlebnis seit meiner ‘Rückkehr’ in die Natur war meine Wanderung auf Snowdon über die Pyg & Miners‘ Trails.

Eine der weniger bekannten Wanderungen, die ich wirklich großartig finde, verläuft vom Staunton Harold Reservoir und führt durch die Calke Abbey. Eine atemberaubend kleine Wanderung am Wasser, die Abtei sowie der Park sind unglaublich schön.

Dodman Point auf der Roseland Halbinsel in Cornwall war das erste Highlight, welches ich auf komoot gestellt habe und es ist immer noch eines meiner Favoriten. Es liegt direkt am Rande der Halbinsel Roseland, an der Spitze einer Klippe, die auf drei Seiten über schroffe Felsen über das Meer blickt. Es ist durch ein großes Steinkreuz gekennzeichnet, an dessen Sockel Wanderer häufig Mittagspause machen.“

„Dodman Point ist absolut atemberaubend – den Sonnenaufgang über dem Meer zu beobachten ist unbeschreiblich schön. Es ist einer meiner Lieblingsorte auf dieser Welt.“

Entdecken, was vor der Haustür liegt

Wie jeder leidenschaftliche Outdoor-Enthusiast hat Roger eine Liste von Wanderungen, die er gerne noch machen möchte, aber er hat nicht das Gefühl, dass er dafür weit von zu Hause weg sein muss. „Der nahe gelegene Peak District bietet viele tolle Wanderungen, die ich gerne machen möchte. Ganz oben auf der Liste steht Kinder Scout. Teilweise auch wegen der Geschichte dieses Ortes – hier fand der Great Trespass von 1932 statt: 400 Menschen wanderten hier gemeinsam, um auf das verwehrte Recht, über dieses Land zu gehen, aufmerksam zu machen. Dies führte zu Änderungen im britischen Recht, die dem Volk den Zugang zum Land ermöglichten und zur Gründung der British Ramblers Association und der britischen Nationalparks führten.

Ich würde auch gerne nochmal den Anfang des Pennine Way gehen. Als ich 16 war, tat ich das mit einer Gruppe von Freunden, aber heute wäre es eine andere Erfahrung und darum würde ich gerne zurück gehen und ihn erneut wandern – jetzt, da ich mir bewusst bin, wo ich bin und welche Bedeutung der Weg hat, dem ich folge.“

Roger zeigt uns, dass wir nicht weit von zu Hause weggehen müssen, um zu erleben, was die Landschaft und Natur um uns herum zu bieten haben. Man braucht nur ein wenig Kreativität, viel Neugier und einen offenen Geist für das Schöne da draußen.

Wenn du wissen möchtest, wie auch du – so wie Roger – ein Pioneer wirst, klicke hier.

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