Pioneers in Schottland – Ein Highlight jagt das nächste

Im Sommer 2018 haben wir für unsere komoot Nutzer in Großbritannien einen Wettbewerb veranstaltet. Viele Radfahrer und Wanderer haben dabei die besten Highlights aus ihrer Region mit großartigen Bildern und Tipps auf komoot gestellt. Trails, perfekte Straßen, Wahnsinns-Aussichtspunkte, gemütliche Cafés – über 800 Highlights wurden erstellt und die vier Abenteurer, die dazu am meisten beigetragen haben wurden von uns auf einen Trip nach Schottland eingeladen. Eleanor, Lexi, Neil und Barry waren die glücklichen Gewinner und spätestens nach diesem Trip lässt sich sagen – die vier sind wahre komoot Pioneers. Hier erfährst du mehr darüber, wer sie sind und was sie mit komoot in Schottland erlebt haben.

Am Flughafen in Glasgow angekommen waren da zunächst vier Unbekannte, die vermeintlich nur komoot als gemeinsamen Nenner haben. Es stellte sich aber bald heraus, dass es da noch viel mehr gibt und über die Liebe zu Sport und Natur haben die vier unverzüglich Freundschaft geschlossen. Los ging es also in den Trossachs Nationalpark, der für dieses lange Wochenende die Spielwiese der vier Abenteurer ist. Das Gebiet besticht durch hunderte Seen, in Schottland Lochs genannt, viel Rotwild, das es zu erspähen gilt, und den steinigen Ben Lomond, welcher hoch über den Wäldern ragt. Ein perfekter Ort für ein Abenteuer mit neuen Freunden also.

Vier Abenteurer, so unterschiedlich und doch so gleich

Lexi, die sich schon Gedanken über ihre kommende Rennradsaison macht, freute sich vor allem auf die Anstiege und darauf, ein paar Höhenmeter in die Beine zu bekommen. Ihr Job führt sie um die ganze Welt und wann immer sie kann, nimmt sie ihr Rennrad mit. Neue Umgebungen und Orte zu erkunden erschien ihr früher oft kompliziert und riskant, mit komoot ist es für sie aber zum Kinderspiel geworden. Die App gibt ihr die Sicherheit, sich alleine zurecht und vor allem immer wieder “nach Hause” zu finden.

Barry, der mit seinem Fahrrad immer das Abenteuer abseits der Straße sucht, war bereits als Kind immer mit seinem Vater draußen. Er verbrachte jeden Sommer mit Camping und Feuer machen, Baumhäuser bauen und Wälder erkunden. Kindheitserinnerungen und der Drang nach neuen Abenteuern waren sein Ansporn, die Tiefen des Nationalparks zu erkunden.

Neil, der Schotte in der Runde, konnte es kaum erwarten, den anderen seine Heimat zu zeigen. Und weil die vier nur ein langes Wochenende zur Verfügung hatten, sollte dies schnell geschehen. Er und die anderen machten sich gleich ans Planen der ersten Touren.

Eleanor, die begeisterte Langstreckenfahrerin, merkte sogleich an: “Die Route braucht auf jeden Fall einen guten Stopp für Kaffee und Kuchen! Ohne Kuchen macht eine Tour nur halb so viel Spaß.” Tatsächlich sind einige der besten Highlights, die Eleanor auf komoot gestellt hat, nicht nur die versteckten Hütten und steilen Passstraßen in Wales, sondern vor allem leckere Cafés entlang einsamer Straßen, wie zum Beispiel „The Secret cake stop“

Highlights in den Highlands

Es war also Donnerstag Abend und es wurde bereits dunkel, als wir bei unserer Unterkunft für das Wochenende ankamen. Der Abend wurde genutzt um Routen zu Planen, Fahrräder aufzubauen und alles für die nächsten Tage fertig zu machen. In Schottland darf auch ein Glas Whiskey nicht fehlen, aber mit Blick auf die Pläne der nächsten Tage wurde dann doch zeitig die Bettdecke über den Kopf gezogen.

Am nächsten Morgen, die Sonne schien, überzeugte Eleanor alle für eine morgendliche Erfrischung in den See vor dem Haus zu springen. Einige brauchten etwas, um mehr als nur den großen Zeh ins Wasser zu tauchen, aber keiner wollte sich die Blöße geben, diese einmalige Gelegenheit nicht genutzt zu haben. Bei einem leckeren Frühstück haben sich alle wieder aufgewärmt und für den Tag fertig gemacht.

Bewaffnet mit Müsliriegel, Bananen und Süßigkeiten, wie beim Rennradfahren so üblich, ging es dann auch gleich los. Am Loch Katrine vorbei hinauf über den Duke’s Pass keuchten alle ein wenig, aber der harte Anstieg wurde mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Und logisch, wo es rauf geht, geht es auch wieder runter und Abfahrten machen dann so richtig Spaß. Während die vier durch die schottische Landschaft radelten, wurden Geschichten ausgetauscht und man lernte sich besser kennen. Nach einer mehr als großartigen Eröffnungstour ging es zurück in die Lodge.

Hungrige Mägen wurden gefüllt und die Fahrräder gegen Wanderschuhe getauscht, denn das nächste Abenteuer wartete bereits. Ohne einen Plan wo genau es hingehen sollte, machten wir uns einfach drauf los und folgten spontan Pfaden und Wegen, die wir auf komoot fanden. Das ist wahres Entdeckertum. In Schottland lernt man dabei auch recht schnell, das man auf alle Gegebenheiten gefasst sein muss. Gute Wege werden hier schnell mal zu abenteuerlichen Pfaden und ein sonniger Himmel wird schnell mal zu einem kleinen Sturm. Und eine Sache ist in Schottland sicher: Trockenen Fußes kommt man fast nie an. Auch der perfekte Sonnenuntergang, den wir uns ausgemalt hatten, wurde eben durch jenen schnell aufziehenden Sturm zunichte gemacht, dabei hatten wir einen so perfekten Aussichtspunkt gefunden. Unten im Tal erblickten wir Lichter und ein Blick auf die Karte zeigte uns – ein Pub! Was könnte es für eine bessere Alternative für einen Sonnenuntergang geben?Also machten wir uns schnellen Fußes auf den Weg in Richtung Wärme, Snacks und Bier.

Wir fanden einen Pub voll Einheimischer in dieser entlegenen Region. Und es gab Wlan also wurden gleich weitere Routen in allen Varianten für den nächsten Tag geplant und offline gespeichert. Denn in den Highlands jemals Empfang zu haben, ist eher ein Glücksspiel. Zwischen all dem Planen wurden natürlich weitere Geschichten über vergangene Reisen, Abenteuer und allgemein dem Leben zwischen den Pioneers ausgetauscht. Neben dem Transcontinental Rennen haben unsere vier Pioneers bereits Touren wie die North Coast 500 und der Trans Cambrian Way in Angriff genommen. Bemerkenswerte Leistungen unserer Entdecker. Nach dem langen, sportlichen Tag und dem gemütlichen Pub-Abend freuten sich bereits alle auf den nächsten Tag.

100 Kilometer und es geht weiter

Auf große Fahrt sollte es am Samstag gehen. Eine lange Runde bis zum Loch Tay und noch tiefer auf verlassenen Straßen in den Nationalpark hinein. Und wie könnte man so eine Runde besser starten, als mit einem ordentlichen Anstieg, der das Blut so richtig in Wallungen bringt? So ging es recht früh über den Kenknock Anstieg hinauf. Drei Kilometer mit 10 Prozent Steigung, die Beine brennen, der Schweiß tropft von der Stirn – und die Gesichter zeigten noch immer ein Lächeln. Hundert Kilometer lang zog sich unsere Tour an diesem Tag durch die Wildnis des Trossachs Nationalparks – einsames und pures Schottland, wie man es sich nicht besser erträumen könnte. Glücklicherweise findet man auch in dieser Einsamkeit noch hier und da ein Café oder einen Tearoom um die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Wie schon erwähnt, ohne Kuchen fehlt jeder Tour das i-Tüpfelchen.

Aus Entdeckern wurden Pioneers, aus Fremden wurden Freunde

Was für ein perfekter Tag. Es kam fast ein wenig Wehmut auf, bei dem Gedanken, dass dieses kleine Abenteuer am nächsten Tag auch schon vorbei ist. Also wurden die Räder nochmal gegen die Wanderschuhe getauscht, der beste schottische Whisky in die Tasche gepackt und rauf ging’s auf den Ben A’an, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Erstaunlich, wie viel Power noch jeder in den doch recht schweren Beinen hatte, nach dieser langen Radtour. Und auch erstaunlich, dass Schottland uns den Sonnenuntergang ein zweites Mal verwehrte. Aber wenn man die richtigen Menschen um sich hat und ein gutes Glas Whiskey, kann einem auch so nichts die Laune vermiesen. Uso genossenen die vier ihren letzten gemeinsamen Abend zusammen.

Hier das Video zum Schottland-Abenteuer

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