Trail-Festival der besonderen Art: Unser Pioneer Trip in Sheffield

The hills are alive with the sound of music.

Wer in England oder den USA aufgewachsen ist, kennt die Szene: Julie Andrews dreht sich auf einer Bergwiese in den österreichischen Alpen mit weit ausgebreiteten Armen um sich selbst und singt zur Musik des großen Orchesters „The Sound of Music” – und die Berge sind erfüllt vom Klang der Musik.

Das war 1965 im Hollywood-Musical „The Sound of Music”. 2019 fährt eine Gruppe Mountainbiker über das Hochland des Peak District in England und aus kleinen Handylautsprechern scheppert der Song „Happy Birthday” – und die Berge sind erfüllt vom (schlechten) Klang der Musik.

Hauptdarsteller dieses Musicals sind die vier komoot Pioneers Ned, Kelly, James und Darren – unter der Regie von zwei Community Managern und einem Fotografen. Sie sind aus allen Richtungen der britischen Insel angereist, denn komoot hatte sie eingeladen, zur Feier ihres Pioneer-Status und zum Dank für die großartigen Highlights, mit denen sie zur Community beigetragen haben. Und dann gab es noch etwas zu feiern: Den Geburtstag von Darren.

Am Freitag, den 14. Juni, verließen unsere Pioneers schon früh das Hotel in Sheffield, nur um wenig später ihren ersten Halt zu machen. Im Café Adventure in der kleinen Stadt mit dem aufmunternden Namen Hope. Aus verschiedenen Gründen konnten sie ihre Tour nicht wie geplant fahren. Deshalb beschlossen sie, diesen Radfahrer-Treffpunkt zu nutzen, um ein paar Änderungen an der Route durchzuführen – und zur Feier des Geburtstages die Fahrt mit einem angemessenen (zweiten) Frühstück zu beginnen.

Endlich auf den Trails, führte ihr Weg sie auf einer Schleife entlang den Ladybower Staudamm, zuerst auf der Straße und dann steil nach oben auf dem steinigen Pfad zum Aussichtspunkt. Dort erlebten unsere Mountainbike-Pioneers zuerst ein dramatisches Schauspiel aus tief über ihren Köpfen hinwegziehenden Wolken (es war ein ziemlich bewölkter Tag im Peak District, einem der beliebtesten und schönsten National-Parks Englands) und genossen dann die großartige Aussicht über das Ladybower Reservoir mit dem Ladybower Dam. Ob die kitschigen Happy-Birthday-Songs, die Kelly zum x-ten Mal aus ihrem Smartphone plärren ließ, der rauen, ursprünglichen Atmosphäre des Peak Districts gerecht wurden, darf bezweifelt werden.

Nach einem kleinen Snack mit Blick über den Staudamm und die hügelige Landschaft traten unsere Abenteurer den Weg nach unten an. Nach einer ruppigen Abfahrt kehrten sie zurück in die Stadt Hope zur dritten Mahlzeit des Tages – dem Geburtstagsessen im „Bothy”-Zimmer* des Café Adventure (denn das verdient durchaus mehr als einen Besuch am Tag).

Den Abschluss der Geburtstagsfeierlichkeiten bildete ein (weiteres) Essen mit anschließender Brauereibesichtigung, veranstaltet vom Tourismusverband Sheffield. Satt und zufrieden sanken unsere Pioneers in der Nacht in ihre Betten und sammelten bei einem Schönheitsschlaf Kräfte für die Tour am nächsten Tag.

Der zweite Tag begann so bewölkt wie der erste. Aber nichts ist besser für die Stimmung als ein randvoll mit Proviant gefüllter Rucksack – und eine wirklich schöne Tour: Auf der 23 Kilometer langen Runde mussten die Pioneers zwar zuerst den steinigen Anstieg über die Jacob’s Ladder erklimmen. Dafür erwartete sie oben eine großartige Aussicht und ein paar noch großartigere Downhill-Abfahrten. Für größere Pausen blieb unseren Bikern keine Zeit. Sie verputzen ihren Proviant während der Fahrt, denn sie wollten die Tour voll auskosten. Eine herrliche Tour, die alle Teilnehmer begeisterte, trotz – oder vielleicht gerade wegen – der vielen Anstiege. Und schon am Nachmittag konnte unsere Truppe den Abend kaum erwarten, den sie bei einem Abendessen im Cutlery Works verbringen sollten, einem der neuen angesagten Nachtmärkte Sheffields.

Aber wie alles Schöne im Leben ging auch dieses Wochenende viel zu schnell vorbei. Am Sonntagmorgen verblasste bereits die Erinnerung an die blechernen Happy-Birthdays und die steilen Anstiege über die Hügel. Nur ein kleiner Endspurt wartete noch auf unsere unerschrockenen Pioneers, bevor sie wieder getrennte Wege gehen sollten: Der Lady Cannings Bike Park. Eine Stunde lang ließen es Ned, Darren, James und Kelly auf den gebauten Trails ordentlich krachen, bevor sie sich voneinander verabschiedeten. 

Die Stadt Sheffield wurde an diesem Wochenende jedenfalls ihrem Ruf mehr als gerecht: Mit dem Bike Park vor der Tür aber vor allem dem Peak District in Sichtweite ist sie eine echte Outdoor-City.

Und während unsere Pioneers sich auf dem Weg nach Hause machten, kehrte der Peak District zurück zu seinem ruhigen, ursprünglichen Zustand – unberührt von der plötzliche Erfüllung mit Geburtstagsmusik. Bereit, die nächste Gruppe Entdecker willkommen zu heißen auf ihrer Jagd nach großartigen Aussichten und kleineren Anstrengungen.

Die offizielle komoot Collection zum Pioneer-Wochenende in Sheffield und im Peak District Nationalpark kannst du dir hier ansehen

Möchtest du auch ein Pioneer werden? Hier erfährst du, wie du dich einbringen kannst.

*Ein(e) “Bothy” ist eine Art Schutzhütte, die.vor allem in den schottischen Bergen zu finden ist. Hier findest du eine Ode an die Bothy.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.