Wir stellen vor: The Adventure Syndicate – so viel mehr als nur rad fahren

Es gibt nicht viele Frauen da draußen, die sich in den Kopf setzen, 4.425 Kilometer, also quasi fünf mal die Höhe des Mount Everest’s mit dem Rad zu fahren – und das alleine und ohne Unterstützung. Oder die Frau zu werden, die die Welt als schnellste mit dem Fahrrad umrundet. Oder auch ‘nur’ das Trans Continental Race zu gewinnen. Wenige träumen davon und noch weniger haben diese Dinge tatsächlich erreicht. Was also passiert, wenn sechs von diesen unglaublichen Frauen beschließen, sich zusammenzutun und gemeinsam noch mehr zu erreichen? Wir stellen vor: Lee Craigie, Rickie Cotter, Jenny Graham, Jenny Tough, Emily Chappel und Paula Regener – gemeinsam sind sie ‚The Adventure Syndicate‘.

Oberflächlich betrachtet könnte man denken, diese Gruppe sei nur eine leicht verrückte Ansammlung von über-sportlichen, weiblichen Ausdauer-Athleten. Aber The Adventure Syndicate ist weit mehr als das. Diese Frauen möchten inspirieren und anderen Frauen die Botschaft senden: „Das könnt ihr auch.“ Und zwar allen Altersgruppen – nicht nur an die Jugend. Sie sind „ein Kollektiv von hochkarätigen Sportlerinnen, die außergewöhnliche Dinge mit dem Fahrrad machen und damit andere inspirieren, ermutigen und befähigen möchten, ihre wahrgenommenen Grenzen zu überschreiten“. Im Januar reisten 30 Frauen aus ganz Europa zum Abenteuer-Radcamp des Adventure Syndicates in Girona, wo wir sie persönlich trafen. Hier stellen wir euch diese außergewöhnlichen Ladies vor und vor allem auch, was sie mit komoot vorhaben.

Das Komoot Profil von The Adventure Syndicate

Lee Craigie

Alter: 39

Nationalität: Schottisch

Standort: Schottische Highlands

Lees komoot-Profil

Lees sportliche Herkunft: Ich war jahrelang Outdoor-Trainerin, bevor ich begann, Radrennen zu fahren. Ich bin ehemalige britische Mountainbike-Meisterin und Mitglied des britischen WM-Teams.

Ihre große Herausforderung für 2018: Die Balance zwischen Radrennen und Radfahren zu finden! Und dem Silk Road Mountain Race in Kirgisistan kommenden August wird eine längere Akklimatisierung vorausgehen, denke ich.

An komoot findet Lee am besten: Ich mag es, an unbekannte Orten zu fahren und mich ein wenig ‘zu verlaufen’. Aber dann wieder komoot zur Hand zu haben, um wieder auf die richtige Route zu kommen. Ich schätze das weltweite, detaillierte Kartenmaterial, wodurch ich schon dutzende von versteckten Singletrails und abgelegenen Schotterstraßen gefunden habe.

Lees Tipp für komoot User: Wenn du dir Sorgen um den Akkuverbrauch machst, dann speichere deine Touren einfach offline und wechsle in den Flugmodus während du unterwegs bist – Navigation und die Aufzeichnung der Tour funktionieren dennoch bestens.

Lee und Rickie

Jenny Graham

Alter: 37

Nationalität: Schottisch

Standort: Schottische Highlands

Jennys komoot-Profil

Jennys sportlicher Hintergrund: Ich war ein Spätstarter in die Welt des Sports. Als Kind dachte ich immer, ich gehöre in die Kategorie ‚unsportlich‘ – jetzt weiß ich, dass ich einfach ‘meinen’ Sport noch nicht gefunden hatte! Nachdem mein Sohn auf die Welt kam, suchte ich nach einer Veränderung und stieß auf einen Outdoor-Sportkurs an meinem örtlichen College. Dort hat sich mir eine neue Welt aufgetan  – und so begann meine Reise. Ich bin bereits einige Bikepacking-Routen gefahren, darunter den Arizona Trail 750, den Highland Trail 550, den Cairngorm Loop und die Yorkshire Dales 300. Ich habe vor kurzem eine viertägige Winter-Tour von Land’s End nach John o’Groats abgeschlossen. Gerne bin ich aber auch gemächlicher unterwegs – mit dem Mountainbike über die Alpen (Haute Route), die Pyrenäen und Rumänien sowie unzählige Wochenenden mit Freunden in Schottland.

Ihre größte Herausforderung in 2018: Im Juni dieses Jahres stelle ich einen Rekordversuch für eine Weltumrundung auf. Ich werde am 16. Juni von Berlin aus losfahren, in der Hoffnung, die Fahrt in 110 Tagen abzuschließen, was den aktuellen Frauen-Rekord um einen ganzen Monat unterbieten würde. Ich werde das ganze ohne Unterstützung fahren, was mich garantiert an meine körperlichen und geistigen Grenzen bringen wird… ich kann es kaum erwarten!

Jennys bisher bestes komoot Abenteuer: Ich habe vor Kurzem komoot genutzt, um vom Flughafen in Barcelona zu meinem Freund in den Pyrenäen zu fahren. Es hat sich ziemlich cool angefühlt, das Fahrrad am Flughafen aufzubauen und in Richtung Hügel zu fahren. Hier ist meine Route:

Das mag Jenny am meisten an komoot: Ich liebe die Highlights-Funktion. Es ist großartig zu sehen, was andere Leute gut findenf und es motiviert mich, mehr Fotos zu machen, als ich normalerweise machen würde – und somit auch mehr Erinnerungen zu schaffen.

Jenny Tough 

Alter: 29
Nationalität: Kanadisch/Schottisch
Standort: Edinburgh

Jenny Toughs komoot-Profil

Jennys sportlicher Hintergrund: Mit 21 Jahren lief ich meinen ersten Marathon und kaufte mir kurz darauf auch mein erstes Fahrrad. Seitdem ist meine Leidenschaft für Ausdauer-Herausforderungen und Abenteuerreisen mehr und mehr gewachsen. Ich laufe, radele, paddele, segele und trekke auf der ganzen Welt.

Ihre größte Herausforderung für 2018: Das Trans-Atlantic Way Race und das Silk Road Mountain Race. Eine Everesting-Fahrt in den Alpen – also 8848 Höhenmeter zu sammeln – ohne Pause.

Jennys bislang bestes komoot Abenteuer: Tatsächlich habe ich durch komoot einen der besten Tage erlebt, den ich auf meinem Fahrrad hatte. Und das alles, weil jemand ein Highlight markiert hat. Also wählte ich dieses auf der Route nach Malaga auf meiner Trans-Spanien-Fahrt. Es war brutal hart, fünf Reifenschäden und ein endloses Bedürfnis, anzuhalten und Fotos zu machen, trugen zu dem sehr langsamen Tempo bei. Aber hey – es hat Spaß gemacht und nur das zählt.

Das mag Jenny am meisten an komoot: Neue Orte entdecken, egal ob zu Fuß oder auf dem Rad. Vor allem Off-Road-Strecken, wobei man sich vorab schon ein Bild vom Gelände machen kann. Und Highlights sind immer ein guter Grund, um ein wenig weiter zu laufen oder zu fahren, und zu sehen, was es dort noch zu entdecken gibt.

Jennys Tipp für komoot Nutzer: Wenn du eine Route planst, kannst du über die Wegbeschaffenheit sehen, welche Art von Pfaden, Straßen und Wegen auf der Tour auf dich zukommen. Dabei kannst du die Route beliebig optimieren, sodass sie bestmöglich auf deine Fahrweise abgestimmt ist – oder auf dein Fahrrad! Das ist wirklich nützlich, wenn du nicht gerne mit deinem Rennrad auf holprigen Trails fährst oder ungern von einer viel befahrenen Straße überrascht wirst.

Rickie Cotter

Alter: 31

Nationalität: Britisch

Standort: Südwest-England

Rickies komoot-Profil

Rickies sportlicher Hintergrund: Ich war immer schon lieber draußen als drinnen… aber ich habe erst in meinen Zwanzigern mit dem Radfahren begonnen. Ich schätze, ich habe mich sofort in meinem Element gefühlt, denn innerhalb weniger Jahre hatte ich die britischen 24-Stunden-Mountainbike-Meisterschaften gewonnen und einen Rekord für die Highland 550 aufgestellt (eine Langstreckenroute durch das schottische Hochland – mehr auf Total Women’s Cycling). Ich bin auch als Kind viel gelaufen und bin beim überambitionierten Langstrecken-Schwimmen sogar ein paar Mal so weit gegangen, dass ich das Gefühl hatte, ich müsse ertrinken. Ich denke, ich war schon immer ziemlich abenteuerlustig und die Kombination aus der Liebe zum Draußensein, zu erforschen und sich Herausforderungen zu stellen, hat mich einfach dahin geführt, wo ich heute bin.

Ihre größte Herausforderung für 2018: Dieses Jahr will ich mehr als je zuvor aus mir herausholen und
1. Dinge tun, die ich vorher nicht getan habe und
2. dafür sorgen, dass mir auch ein paar Mal Bange wird!

Was Rickie am meisten mag an komoot: Ich bin ziemlich neu bei komoot, also freue ich mich darauf, zu sehen, was die App auf unserer Reise in den Süden im April so kann.

Rickies Tipp für komoot Nutzer: Wenn du das ‚Open Cycle Map‘ Kartenmaterial verwendest, während du auf komoot planst, kannst du alle offiziellen Radrouten in Großbritannien (und überall sonst) sehen. Ich habe komoot genutzt, um diese Routen zu verbinden und es war super schnell und einfach, damit einige großartige Abenteuer, die ich im Kopf habe, zu erstellen!

Hauptsächlich geht es darum Spaß zu haben!

Und zu guter letzt – wobei Letzte sind sie sicher nie

Emily Chappel (Transcontinental Gewinnerin 2016 – mehr darüber hier) und Paula Regener (Trans Atlantic Way Erster Platz 2017) nehmen dieses Jahr ein Sabbatical von den Herausforderungen des Wettbewerbs und konzentrieren sich auf ihre persönlichen Abenteuer. Emily schreibt ihr drittes Buch und Paula bekommt ein Kind. Sie unterstützen die anderen aber nach wie vor aus dem Hintergrund.

Wenn du mehr über The Adventure Syndicate herausfinden möchtest, schau auf ihrer Webseite vorbei: http://theadventuresyndicate.com/blog/ oder hör dir das Interview unten an. Freu dich außerdem auf unseren nächsten Blog Post über ihr großartiges Projekt: SOUTHBOUND.

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