Kelly Emmerson – wie ich zum Mountainbiken kam

Viele Jahre hatte Kelly nicht den Hauch einer Ahnung davon, wie viel Abenteuer und Freiheit Mountainbiken eines Tages in ihr Leben bringen würde. Bis sich eines Tages ein Freund von ihr den Fuß brach und sie fragte, ob sie nicht sein Bike und seine (viel zu große) Ausrüstung nehmen, und seine Freundin auf einer Tour begleiten wollte. Sie sagte zu – und wurde sofort begeistert. Hier erzählt Kelly uns ihren Weg von einem geborgten Hardtail Bike zu ihrer momentanen Bike-Flotte, wie sie ihre Rides mit komoot plant und dass es möglich ist, einen Hund zum besten Begleiter auf Touren zu machen.

Ich fahre jetzt seit vier Jahren Mountainbike. Am Anfang blieb ich bei den Basics und bin nur die lokalen, offiziellen Trails gefahren. Aber bald hatte ich das Bedürfnis, wirklich rauszukommen und erkundete natürlichere Trails. Ich wohne in Derbyshire, daher bin ich etwas verwöhnt mit dem Peak District direkt vor meiner Haustür – wo ich noch immer einiges zu erkunden habe. Es gibt alles, von technischen Singletrails zu breiten, aber natürlichen Wegen über das Moorland und obendrauf gibt es immer wieder unglaubliche Ausblicke. Ich gehöre zu den Menschen, die gern am Abend vor einer Tour alles vorbereitet. Ich lege die Ausrüstung bereit und setze mich an den Laptop, um meine Route mit komoot zu planen. Meistens ist es eine Mischung aus Feldwegen und gebauten Trails, die Locals in den Wäldern angelegt haben. Wenn auf der Route Highlights liegen, füge ich sie auf jeden Fall hinzu.

Als ich angefangen habe mit Mountainbiken, hatte ich fast niemanden, mit dem ich fahren gehen konnte, andere Mountainbike-Mädchen erst recht nicht. Auf Facebook habe ich dann die Gruppe “Mountain Bike Chicks” gefunden und habe so schnell andere Fahrerinnen kennengelernt. Als ich erstmal einen Einblick in die Szene hatte, wurde mir erst bewusst, wie groß die Mountainbike-Community hier in Sheffield und der Region ist. Mein Lieblings-Fahrradladen betreibt gleich nebenan das “Café Adventure”, ein Treffpunkt der lokalen Fahrer. Sie bieten gemixte Touren, einige davon nur für Frauen, an und ganz nebenbei servieren sie sehr guten Kaffee und leckeren Kuchen.

Mein momentaner Job gibt mir viel Flexibilität. Ich arbeite mit Kindern, deren Adoptiv- oder Pflegeeltern sich nicht mehr um sie kümmern können. Ich mache mit ihnen Wochenendausflüge, damit sie Zeit in der Natur verbringen können: Wir gehen campen und genießen die Zeit draußen mit verschiedenen Freizeitaktivitäten. Das bedeutet, dass ich unter der Woche oft Zeit habe, um Mountainbiken zu gehen, wenn auch alleine. Daher kommt mein Hund Belle oft mit und leistet mir Gesellschaft. Sie ist ein toller Weggefährte, seit sie ein Welpe ist, lebt sie bei mir. Auf dem örtlichen Pumptrack haben wir viel gemeinsam trainiert und so wurde sie zum perfekten Bike-Hund. Sie weiß jetzt, dass sie nie vor das Rad laufen darf und ich kann sehen, dass auch sie Spaß an der Bewegung hat.

 

Photo credit Darren Ellis

Mein Freund und ich haben einen Bus, den wir beide sehr lieben. Er gibt uns viel Freiheit und nur so sind wir überhaupt dazu gekommen, in Europa biken zu gehen. Letztes Jahr haben wir die Fähre aufs Festland genommen, ohne Pläne, mit je drei Fahrrädern – ein Enduro, ein Rennrad und ein Jump-Bike. Wenn wir an einem Ort waren, der uns gefiel, sind wir für ein paar Tage geblieben, um von dort dann zur nächsten Empfehlung anderer Biker zu fahren. Dieses Jahr möchten wir drei Wochen lang das gleiche machen. Noch weiß ich nicht, wo wir genau hinfahren werden, mit Sicherheit werden aber Italien, die Schweiz und Österreich im Spiel sein.

Aber Abenteuer in meiner Nähe schätze ich genauso wie große Reisen. Seit kurzem besitze ich ein aufblasbares Floß und freue mich schon riesig, damit auf die Isle of Skye zu fahren – natürlich kommt mein Mountainbike mit. Wir wollen total abgeschnitten sein, wahrscheinlich werden wir viel Mountainbiken und auch etwas Wandern gehen, mit Abstechern auf die weniger begangenen Wege.



Wenn ich von meiner Haustür losfahre, ist meist der Hemlock Trail mein Ziel, direkt neben Nottingham. Immer wieder gibt es dort “Dig Days” an denen wir gemeinsam die Trails instandhalten und neue bauen. Das ist super, um sich für die örtliche Community zu engagieren und um andere Biker zu treffen. Der Ort ist ein wirklicher Geheimtipp, das Waldstück ist winzig und direkt hinter der Stadtgrenze – trotzdem führen drei perfekte Mountainbike-Trails hindurch. “Dig Days” sind immer sonntags und es kommen immer einige Leute. Sogar im Winter, als es geschneit hat, kamen zwanzig Menschen und mehr, um an den Trails zu arbeiten.

Wenn mal nicht auf dem Mountainbike sitze und mir eine Pause gönne, plane ich entweder Routen oder schreibe über meine Touren. Darum liebe ich komoot: Es macht mir Spaß, die Orte, die ich entdecke, weiterzuempfehlen – damit auch andere von der Natur profitieren können, Sport machen und jene versteckten Orte entdecken, die mir so viel Freude bringen.

Mein bester Tipp für komoot: Wenn du in einer neuen Gegend bist, plane deine Routen rund um Highlights. Denn andere Outdoor-Fans haben sie wahrscheinlich nicht ohne Grund empfohlen.

Lies mehr über Kellys Abenteuer auf ihrem Blog: Kell, Bell, and Bikes 

 

1 Comment

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  1. Johannes sagt:

    Danke für diesen tollen Beitrag! Der macht sicher vielen Lust aufs Biken. Ich selbst kam auch erst im letzten Jahr zum Mountainbiken. Im Urlaub in Südtirol habe ich eine geführte Tour mitgemacht und wurde vom MTB-Fieber gepackt! 😉 Und bald geht’s wieder in die Berge! Liebe Grüße, Johannes

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