Kaffee, alte Jeeps und die besten Straßen, auf denen du je fahren wirst

Die Kolumbianischen Anden bieten alles, was ein aufregendes Fahrrad-Abenteuer in der Ferne ausmacht, da sind sich Marc Gasch und Steve Graepel sicher. Das XPDTN3-Team interessierte in Kolumbien eigentlich vor allem das Radfahren, aber unterwegs entdeckten sie viel mehr.

„Ich war nie ein Kaffee-Kenner. Kaffee kam für mich immer aus dem großen To-Go-Becher. Er sollte wach machen, nicht schmecken. Ob aus der Thermoskanne im Büro, von der Tankstelle oder für fünf Dollar im Hipster-Café aus den halb verdauten Kaffeebohnen irgendwelcher Wildkatzen gebraut: Mir war das völlig egal.

Von dem Geld, dass ich schon für mittelmäßigen Kaffee ausgegeben habe, hätte mein Kind locker ein Jahr auf eine schicke Privatschule gehen können. Aber das war, bevor ich an den Äquator gereist bin, in eine Region, die sich stolz das Kaffee-Dreieck nennt.”

Begrenzt vom Pazifik auf der einen und den Anden auf der anderen Seite, nur fünf Grad nördlich des Äquators liegt ein kleines Stück kolumbianischer Erde: Dort sind die Böden  sauer (von der Asche, die der Vulkan Nevado del Ruiz immer wieder ausspuckt), die Temperaturen mild (im Durchschnitt 21 Grad, nie heiß und nie kalt – also immer passend für kurze Hemden und Hosen) und es ist feucht. Also eher nass. Tatsächlich kommt der Regen dort nicht nur einmal, sondern zweimal im Jahr, im April und im Oktober. Und dann fällt er in riesigen Mengen vom Himmel, mehr als drei Meter pro Jahr (fast  viermal mehr als in Deutschland).

Diese Dreierkombination bringt beinahe perfekte Bedingungen für das, was viele die beste Kaffeesorte der Welt nennen, die “Coffea arabica”.

Ganz klar, dass der Kaffee als Thema die ganze Tour geprägt hat. Aber Marc und Steve waren nicht nur von den Kaffeebohnen beeindruckt: Immer wieder führte ihre Tour durch malerisch bunte kleine Dörfer, immer begrüßten sie die Einheimischen freundlich lächelnd. Und außerhalb, auf den wunderbar glatten Straßen, warteten hinter jeder Kurve immer neue Ausblicke in immer neuen Grüntönen – nur ganz selten unterbrochen von Verkehr. Und wenn der doch mal aufkam, dann fast ausschließlich in Form alter US-Jeeps, die für diese Gegend typisch sind.

Und das war noch vor den fantastischen Anstiegen. Den vielen Anstiegen. Alle lang, alle steil und alle wunderschön.

Hört sich Kolumbien nach deinem nächsten Fahrrad-Reiseziel an? Dann schau dir die Tour des XPDTN3-Teams bei komoot an und speichere sie in deiner persönlichen Collection.



Willst du noch mehr zur Tour lesen  und mehr Bilder sehen? Dann findest du den Original-Blogpost in englischer Sprache hier.

Fotos © Marc Gasch & 3T

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