Jenny Tough: Ausnahme-Abenteurerin mit eigenen Regeln

Jenny Tough hält nichts von eingefahrenen Mustern. Als Abenteurerin hat sie sich entlegenen Orten verschrieben aber nie auf eine einzige Sportart festgelegt. Sie gehört zur seltenen Spezies der Sportlerinnen, die sich jeder Herausforderung stellen, solange sie nur mit Bergen zu tun haben. Egal ob mit dem Mountain- oder Gravelbike, dem Rennrad oder ganz ohne Rad beim Trailrunning: Wo die meisten Menschen erst einmal auf Nummer Sicher gehen und ihre Fähigkeiten so lange ausprobieren, bis sie sich irgendwie richtig „bereit“ fühlen, stürzt Jenny sich beherzt in neue Abenteuer, und sogar in Wettkämpfe, wo viele ihr dabei zuschauen können.

Ihr erster Ausflug in den Radsport ist gut dokumentiert: eine 2000-Kilometer-Fahrt von ihrem Zuhause in Kanada in den Yukon mit minimaler Erfahrung und nichts als ein paar YouTube-Tutorials zur Fahrradreparatur als Vorbereitung. Auf die Frage nach Fahrradwerkzeugen, antwortet sie immer noch gerne scherzhaft: „Wie, gibt es noch mehr als Duct Tape?“.

Foto © Kelvin Trautman

Bei ihrem Einstand ins Mountainbiken – dem Silk Road Mountain Race in Kirgisistan – blieb sie ihrem Konzept treu und erinnert sich deshalb noch so gut daran: „An einem der härtesten Mountainbikerennen der Welt teilzunehmen, lag für mich so weit außerhalb meiner persönlichen Kompetenzen, ich hatte ja damals nicht einmal ein eigenes Mountainbike“.

Wenn man sich ein wenig mit Jenny beschäftigt, weiß man allerdings, dass dieser Sprung aufs Mountainbike nicht ganz so verrückt war, wie er zuerst schien. Vor dem Mountainbiken war sie vor allem Trailrunnerin – mit einer Vorliebe für entlegene Gebirgsketten. Tatsächlich steht sie kurz vor dem Abschluss eines großen Projekts: Sie will solo und unsupportet eine Gebirgskette auf jedem Kontinent laufend überqueren. Bis heute hat sie das Tian-Shan-Gebirge in Asien, den Atlas in Afrika, die kanadischen Rockies, die Neuseeländischen Alpen und die bolivianischen Anden in Südamerika überquert. Nur der Kaukasus in Europa fehlt ihr noch.

Foto © Jay French

Auf die scheinbar verrückte Entscheidung, sich für das Silk Road Mountain Race anzumelden, angesprochen, sagt sie: „In den Bergen zu sein bringt einfach mein Herz zum Leuchten und einige davon kannte ich ja schon vom Laufen.“ Diese Bergerfahrung war wohl mit ausschlaggebend dafür, dass Jenny im Rennen viel besser war, als sie es sich mit ihren begrenzten Mountainbike-Fähigkeiten vorzustellen gewagt hatte. Aber nicht nur die Berge machten das Rennen für sie zu so einem großartigen Erlebnis: „Ich habe eine Menge Selbstvertrauen gewonnen und einige ganz besondere Momente mit den anderen Teilnehmern teilen können, die wir gemeinsam in Erinnerung behalten werden.“

Auch wenn sie manchmal fast übermenschlich erscheint, ist ihre Motivation, nach draußen zu gehen, doch die gleiche, wie bei den meisten von uns: „Am glücklichsten bin ich, wenn ich draußen bin und deshalb muss ich so oft wie möglich raus. Ich liebe es einfach, die Welt zu erkunden – ich wollte schon immer wissen, was hinter der nächsten Ecke ist.“

Und hinter dieser Ecke liegen dieses Jahr tatsächlich die Abenteuer in der nächsten Umgebung. Wie für die meisten von uns war auch für Jenny das Jahr 2020 ein Jahr der Entdeckungen vor der Haustür. Und sie hat einen Tipp, wie man auch hier immer wieder Lust auf Abenteuer bekommt: „Indem man [bei komoot] nach Highlights sucht, die andere angelegt haben, und dann einen neuen Weg dorthin erkundet, findet man ziemlich sicher auch zu Hause tolle Abenteuer.“

Foto © Lian van Leeuwen

Bei allem offensichtlichen Spaß an Herausforderungen ist Jenny Tough doch genauso begeistert davon, einfach rauszugehen und die Natur zu entdecken. Und sie ermutigt andere, das Gleiche zu tun. Wenn sie im Abenteuermodus ist, genießt sie das Gefühl, in der Natur zu sein und Orte zu entdecken, an denen sie noch nie gewesen ist. Aber bei einer Sache muss sie doch das Tempo erhöhen: „Wenn es etwas gibt, das mich dazu bringt, sofort schneller in die Pedale zu treten, dann ist es, hinter einem Typen mit abgewetzten Radhosen zu fahren. (Ehrlich Leute, schmeißt eure alten Hosen weg!)“

In diesem Sinne …

Schau dir Jennys Profil bei komoot an und lass dich von ihren Touren, Fotos und Collections begeistern.

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