Kulinarisch durch Flandern: Reisebericht eines Pioneer-Trips

Die komoot-Community ist ein ziemlich bunter Haufen von Leuten. Und, ganz egal ob das Ziel deiner Abenteuer ein ferner Gipfel oder ein außergewöhnlicher Ort zum Frühstücken ist, hier bist du willkommen. Bei unserem letzten Pioneer-Trip ging es übrigens vor allem um Letzteres.

Hier ist die Reise in Zahlen:

  • Vier Pioneers
  • Drei(einhalb) Tage
  • 10,3 Stunden im Sattel
  • 148,7 Kilometer

Aber was sind schon Zahlen, wenn es unterwegs so viel fantastisches Essen (und Bier) zu genießen gibt.

Der Plan für das Wochenende sah so aus: Treffen in Brügge, von dort aus die Region Flandern mit dem Rad erkunden und unterwegs in Hotels übernachten. Ziel der Tour war De Panne, ein kleines Küstenstädtchen nahe der französischen Grenze.

Ein Fahrradcafé und eine Stadtführung auf dem Rad

Schon direkt nach unserem ersten Zusammentreffen am Donnerstagabend ging es los mit einem Mix aus historischer Architektur und aktueller Esskultur. Unser erstes Ziel war die Nahrungsaufnahme und so kehrten wir zu einem Begrüßungsdrink (Bier für die einen, Kaffee für die anderen) in ein schickes Fahrradcafé im Herzen Brügges ein.

Das Velusso Cycling Café ist einzigartig in der Stadt: teils „Museum“, teils Shop und teils Café. Die perfekte Einstimmung für unsere Tour und ein tolles Vorprogramm für unser erstes Mini-Abenteuer – eine geführte Radtour durch die Stadt.

Wir hatten eine Menge Spaß beim Fotografieren der alten Bauwerke und beim Radfahren über die berühmten Kanäle – und feierten unseren ersten erfolgreichen Nachmittag bei einem fantastischen Essen im De Republiek, natürlich begleitet von leckerem belgischen Bier.

Ein ausladendes Abendessen im Szenerestaurant mit Industrie-Chic ist nicht unbedingt das, was man im Allgemeinen mit einer komoot-Tour in Verbindung bringt, aber es gibt schließlich alle möglichen Formen von Abenteuern.

Tag 1: Ein Frühstücks-Highlight und ein Tipp fürs Feierabendbier

Unser erster ganzer Fahrradtag war geprägt von Sonnenschein und strahlendem Lächeln. Wir beschlossen, ihn folgendermaßen zusammenzufassen: Eine schöne Tour zwischen Bauernfrühstück auf dem Land und Feierabendbier am Strand.

Wir hatten einiges geplant für den Vormittag, darum ging es schon um acht Uhr früh  los. Von Brügge aus fuhren wir entlang des Kanals, der die Stadt mit der Region Damme und schließlich mit den Niederlanden verbindet (eine wunderbar flache Tour für alle Liebhaber gemütlicher Touren).

Das Frühstück im Cafe de Stamper war das erste Highlight des Tages. Der charmante alte Bauernhof ist genau das Richtige für einen kleinen Erholungsurlaub auf dem belgischen Land. Das Essen war hervorragend und wir genossen es draußen in freundlicher Atmosphäre (an der der Hund des Hauses großen Anteil hatte).

Der zweite Punkt an diesem Morgen bestand aus einer gemütlichen Landpartie über gut gepflegte Radwege und dem Besuch im Naturschutzgebiet Het Zwin. Dort erklärte uns ein Ranger auf einer Tour, was dieses Feuchtbiotop so besonders macht. Das Naturreservat liegt im nordöstlichen Teil Belgiens, zwischen der niederländischen Grenze und dem Meer und als international bedeutenden Feuchtgebiet ist es die Heimat vieler Vogelarten, vor allem See- und Wattvögel.

Wir erinnerten uns hier einmal mehr an die einfachen Freuden und die kleinen Dinge des Lebens: bestaunten Weißstorchschwärme (Het Zwin ist einer der wenigen Orte, an denen man sie in Belgien findet) und winzig kleine Frösche.

Dann fuhren wir wieder landeinwärts, erst auf den schattigen Fahrradwegen entlang des Leopoldkanals und dann im Zickzack zurück an die Küste, wo wir schließlich in der Stadt De Haan ankamen. Wir setzten uns auf ein paar Stühlen an der Strandbar zusammen und stießen mit kühlem Bier auf unseren ersten ganzen Tag auf dem Rad an.

Nach dem Frischmachen im Hotel machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren fantastisches Essen – passend zum Thema genossen wir herrliche Meeresfrüchte, bevor wir zum Erholen zurück ins Hotel fuhren.

Tag 2: Historische Schiffe und moderne Street-Art

Vom Hotel aus radelten wir ein Stück ins Landesinnere, bevor es wieder zurück in Richtung Küste ging. Und plötzlich fanden wir uns in der Küstenstadt Oostende wieder – wo gerade ein kleines Festival zur Feier der historischen Schifffahrt stattfand. Am anderen Ende des kulturellen Spektrums erlebten wir auf einer geführten Tour das Crystal Ship, eine Open-Air-Street-Art-Ausstellung. Die Grundlage dieser Ausstellung ist die Überzeugung, dass Kunst das einzig Radikale ist, was man im Leben machen könne.

Es gab also eine Menge Anregungen für den Geist – aber auch für die Geschmacksnerven: So rollten wir am Nachmittag in Nieuwpoort ein und dort direkt zu einer Strandbar. Später erlebten wir beim gemeinsame Abendessen in einem gemütlichen Restaurant die belgische Gastfreundschaft und die traditionelle Küche.

Tag 3: Eine Fahrt (fast) nach Frankreich

Am letzten Tag fuhren wir nach De Panne, einem Küstenstädtchen nahe der französischen Grenze. Auf unserem kleinen Ausflug entlang der Küste besuchten wir ein Naturschutzgebiet, das wegen seiner Mischung aus Dünen- und Weidelandschaft ein beliebter Ort zum Rasten für  Zugvögel ist. Auch wir machten noch eine gemütliche (Kaffee)pause (natürlich gab es auch etwas zu Essen), bevor in den Zug zurück nach Brügge stiegen. Während unsere Blicke aus dem Fenster über die Landschaft schweiften, dachten wir noch einmal an die Radtouren des vergangenen Wochenendes zurück und kamen in Brügge als eine Gruppe erschöpfter aber zufriedener Reisende an. Dort tauschten wir unsere Kontaktdaten aus, verabschiedeten uns voneinander und brachen alle in Richtung Heimat auf.

Hast du auch Lust, mit uns auf einen Pioneer-Trip gehen? Hier erfährst du, wie du Pioneer werden kannst.

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