Emma Pooley: von der Abenteurerin zur Profi-Sportlerin und zurück

Wer sich mit Profi-Radsport beschäftigt, kennt Emma Pooley wahrscheinlich. Wir wollen sie dennoch kurz vorstellen: Als Weltmeisterin im Zeitfahren der Frauen 2010 ist sie eine der erfolgreichsten Frauen in der Geschichte des Radsports. Als aktive Fürsprecherin der Gleichberechtigung wirkt sie seither engagiert an der Entwicklung des Frauensports weltweit mit. Und nichts könnte uns stolzer machen, als sie in der Familie der komoot Ambassadors willkommen heißen zu dürfen.

2019 gewann Emma Pooley auf Anhieb das erste „Further“, ein Einladungs-Abenteuer-Radrennen durch die französischen Pyrenäen und das Grenzgebiet von Andorra und Spanien – und verwies dabei alle Teilnehmenden auf die Plätze, Männer und Frauen. Auf der harten Rundtour durch die Berge erlebte eine ausgewählte Gruppe von Fahrern und Fahrerinnen kurvenreichen Asphalt, der sich durch abgelegene Dörfer schlängelte, Schotterpisten, die sich immer höher in die Berge schraubten, Tragestücke über Tausende von Höhenmetern und nicht zuletzt das einzigartige Gefühl, alleine zwischen den Gipfeln zu sein – ein Gefühl des „Lebendigseins“, wie Emma es ausdrückt.

Das Rennen war hart, aber das ist nicht der Grund, aus dem sie es als eines der bedeutsamsten Abenteuer ihres Lebens bezeichnet. Für einen Menschen, der sich sein halbes Leben lang nach Trainingsplänen gerichtet und immer versucht hat, Arbeit und Sport unter einen Hut zu bringen, war Further ein Ort des Glücks, zu dem man im täglichen Leben nur selten Zugang findet.

Wie bei den meisten Menschen ist auch Emmas Leben vollgefüllt mit den üblichen alltäglichen Verpflichtungen und mehr oder weniger häufigen Ängsten, aber als sie das Rennen durch die Pyrenäen fuhr, gewann sie eine völlig neue Perspektive: „Ich bin ganz aus Versehen in einen Zustand der Achtsamkeit geraten. Plötzlich änderten sich meine Prioritäten, es hieß einfach: weitermachen, Essen und Wasser finden, schlafen. Ich hatte das Gefühl, das eine Last von meinen Schultern genommen wurde und alles, worüber man normalerweise nachdenkt, einfach verschwunden war. Das Leben wurde auf einmal sehr einfach.“

“I’ve always wanted to go adventuring and I guess I finally got back to that. It just took me a while.”

In gewisser Weise ist Emma damit zu ihrem abenteuerlustigen Ich zurückgekehrt. Im Videochat erzählt sie uns, dass sie als Kind immer Bergsteigerin werden und Abenteuer in den Bergen erleben wollte. Aber, weil sie eine entschlossene, hart arbeitende und talentierte Sportlerin war, eröffneten sich ihr ständig neue Möglichkeiten, die sie immer mehr zum Leistungssport führten. Und weil sie grundsätzlich zugreift, wenn das Leben ihr eine Chance gibt, fand sie sich bald mitten in der Welt des Wettkampfsports wieder. Sie gewann zahlreiche Meistertitel in unterschiedlichen Disziplinen, vom Crosslauf bis zum Triathlon, bis sie sich schließlich voll auf den Straßenradsport konzentrierte, wo sie es schnell an die britische und an die Weltspitze schaffte.

Erst in den letzten Jahren hat sie ihren Abenteuergeist wieder entdeckt: „Ich wollte schon immer Abenteuer erleben und anscheinend bin ich jetzt endlich wieder dahin zurückgekehrt. Es hat nur eine Weile gedauert.“

Durch den Abschied vom Profisport entdeckte Emma faszinierende Orte und völlig neue Möglichkeiten, die Natur und das Leben im Freien zu erleben. Sie kaufte sich ein Gravelbike, fuhr immer mehr abseits der Straße, übernachtete im Biwaksack mit Blick auf den Sternenhimmel und entdeckte ihre Liebe zum Trail-Running. Die Veränderung hat auch ihre Einstellung zum Sport und zum Training verändert: „Ich fand Laufen und Radfahren mit Freunden schon immer schöner als alleine, aber mit einem festen Trainingsplan lässt sich das oft ganz schwer vereinbaren. Heute kann ich spontan sein und mich einfach mit anderen treffen, das macht Spaß. Ich kann mich von den Herausforderungen, die meine Freunde aushecken, anstecken lassen, mit ihnen über die beste Route diskutieren und mehrtägige Touren unternehmen – mit Abendessen am Lagerfeuer und frisch gebrühtem Kaffee am nächsten Morgen. Es ist nicht so, dass ich Solo-Abenteuer nicht genieße, aber es stimmt schon: Abenteuer sind einfach besser mit Freunden.“

Sie schätzt sich glücklich, komoot schon früh auf ihrer „Abenteuerreise“ entdeckt zu haben. Wenn eine Tour auf der Straße mal 50 statt 40 Kilometer lang ist, ist das kein Beinbruch, wenn man 200 oder 300 Kilometer auf einer Rundtour in den Bergen unterwegs ist, ist gute Planung wichtiger. Dann muss man herausfinden, wo man Wasser und Essen bekommt und wo man schlafen kann – und dann kommt es auf die Details an. Beim Planen ihrer Touren nutzt sie das Tourenprofil in komoot. Dort kann sie Details wie Wegtypen und Höhenmeter sehen und so einen besseren Eindruck davon bekommen, was sie erwartet und worauf sie sich vorbereiten muss.

Emma ist auch begeistert von der Community-Komponente bei komoot: „Mit komoot habe ich Orte entdeckt, die ich sonst nie gefunden hätte“, sagt sie. „Es ist so, als hätte man beim Wandern, Fahren oder Laufen immer Leute dabei, die ‚eine coole Route kennen’.“ Die Highlights und Tipps, die andere mit der Community teilen, eröffnen tolle Möglichkeiten für Abenteuer, aber Emma warnt auch: „Komoot ist kein Ersatz für dein eigenes Gehirn und für gesunden Menschenverstand.“ Man sollte immer mit der Community gegenchecken, die Kommentare lesen und sehen, was andere Leute über einen Weg sagen.

Die letzten Jahre waren für Emma einfach fantastisch. Ihr Verlangen, sich selbst herauszufordern, ist immer noch groß, aber sie glaubt, sie hat eine gute Balance gefunden. „Ich wollte wieder Spaß am Training haben und habe auf der Suche danach eine andere Perspektive gefunden: Jetzt habe ich Spaß am Abenteuer und gleichzeitig hervorragendes Training. Die Abenteuer sind auch eine tolle Art, mich selbst herauszufordern, und das ist mir sehr wichtig. Wahrscheinlich finde ich es so cool, an meine Grenzen zu gehen, weil ich mich dadurch irgendwie lebendiger fühle.“

Ein Hoch auf das Abenteuer und aufs Lebendigsein! Was Emma Pooley so alles macht, siehst du auf ihrem Profil bei komoot:

1 Comment

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  1. Einfach Klasse Emma,weiter so,wer rastet der rostet,sagt Gerhard 73 Jahre jung.

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