„Innere Stärke und Magie” durch Abenteuer: Auf Entdeckungsreise mit Anna McNuff

Für die britische Abenteuerin Anna McNuff gibt es nichts Schöneres, als auf langen Touren, ganz aus eigener Kraft, die Welt zu bereisen – und ihre Erlebnisse mit anderen zu teilen.

Auf ihren Abenteuern hat sie bisher unter anderem mit dem Rad den Rücken der Anden in Südamerika befahren, in Laufschuhen auf dem Te Arraroa Trail ganz Neuseeland durchquert  und zuletzt auf dem Weg durch Großbritannien die 90-fache Marathondistanz zurückgelegt: ohne Schuhe, barfuß – für ihr Projekt namens „Barefoot Britain“.

Als Wettkämpferin ist sie gerudert, gelaufen und geschwommen, aber jetzt geht es ihr bei ihren Abenteuern vor allem darum, „die Grenzen ihrer eigenen Möglichkeiten auszutesten“.

Lies weiter, wenn du herausfinden willst, wie Anna tickt.

Beschreib dich selbst in drei Worten

Lustig. Neugierig. Ruhelos.

Outdoor-Fertignahrung oder selbst gekocht?

DIY all the wa-hey! Fertigessen schmeckt wie Hundefutter.

Sägst du deine Zahnbürste ab?

Ganz bestimmt nicht. Bei der Menge Schokolade, die ich dabei habe, könnte ich das auch nicht rechtfertigen. Das Leben ist zu kurz, um es sich nicht auch auf langen Lauf- oder Wanderabenteuern so gut wie möglich gehen zu lassen.

Gipfelbuch oder Instagram?

Instagram. Ich liebe es, Gedanken/Gefühle/Geschichten mit anderen zu teilen – obwohl es manchmal ein paar Tage dauert, bis ich ein Bild poste. Ich genieße den Moment zuerst alleine, koste ihn für mich selbst aus und teile ihn später mit anderen.

Was motiviert dich, rauszugehen und die Welt zu erkunden?

Neue Orte entdecken, neue Menschen kennenlernen, sehen, wie weit mein Körper gehen kann und wieviel mein Geist mitmachen kann. Und dazwischen … die Ruhe und Einsamkeit der Natur. Sie beruhigt meine Seele.

Erzähl uns von deinem bisher bemerkenswertesten Abenteuer.

Ah, das war auf jeden Fall eines in Großbritannien. Ich bin von den Shetlandinseln nach London gelaufen, fast 3800 Kilometer, ohne Schuhe. Ja, verrückt, ich weiß. Ich war fast 6 Monate unterwegs und wurde auf meinem Weg von über 2500 Läuferinnen und Läufern auf verschiedenen Abschnitten begleitet. An manchen Tagen lief ich alleine, an anderen hatte ich eine ganze Gruppe Leute um mich und wieder an anderen Tagen waren nur ich und ein gewisser Phil unterwegs entlang der schottischen Grenze. Die Landschaften machten die Reise atemberaubend. Die Menschen machten sie unvergesslich.

Welche Pläne hast du noch für dieses Jahr?

Na ja, … ich bin im 5. Monat schwanger. Mit dem Bauch werden es wohl eher kleinere Abenteuer. Und dann muss ich herausfinden, wann ich das Kleine auf den Rücken schnallen und mit in die Berge nehmen kann. Ich bin schon ganz gespannt auf die nächsten Familienabenteuer.

Was hast du auf jeder Tour dabei?

Meine „Pants of Perspective“. Das sind ein paar leuchtend bunte Leggings mit einem Einhorn und einem Regenbogen drauf. Die bringen mich zuverlässig zurück in die Realität und zu mir selbst, wenn ich einen harten Tag hatte. Sie waren meine Rettung, als ich mir bei einem Abenteuer tief im neuseeländischen Busch einen Knöchel quetschte.

Welche Erfahrung hat deine Abenteuer bisher am meisten beeinflusst?

Die Erkenntnis, dass man immer mehr Zeit auf einer Tour verbringen möchte, als weniger. Ich habe noch nie eine Tour gemacht und danach gedacht, ich müsste sie noch einmal, aber schneller machen. Ich wollte immer nur zurück und sie langsamer machen, um mehr Zeit zu haben, all die coolen Wege und Wanderungen in anderen Täler zu erkunden.

Warum empfiehlst du komoot?

Das liebe ich an komoot: Bei komoot geht es ums Erforschen, ums Entdecken und darum, die Freude über das, was man da draußen findet, mit anderen zu teilen. Vor allem, wenn es sich dabei um einen krassen Bergblick oder ein sagenhaftes Café handelt – die gehören zu den besten Dingen im Leben und sind es absolut wert, geteilt zu werden.

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