Ischgl Pioneer-Trip: Mit Mountainbikes auf unbekannten Wegen

Im Winter kommt man Ischgl in den Tiroler Alpen kaum vorbei. Dann pulsiert dort das Wintersportleben: am Tag auf den abwechslungsreichen Pisten, in der Nacht beim weltbekannten Aprés-Ski. Im Sommer dagegen, auf der Suche nach einem Ziel für einen Mountainbike-Trip mit den Pioneers, denkt man nicht gleich an diesen Ort. Dabei bieten die umliegenden Alpen nicht nur fantastische Skipisten, sondern genauso herausragende Mountainbike-Trails in traumhafter Umgebung. Und das mit – noch – relativ wenig Bike-Betrieb, wie unsere Gruppe von Pioneers bei ihrem Treffen dort feststellen konnte.

Es sollte ein Wochenende der Vielfalt werden: Vom sportlichen Hintergrund unserer Pioneers bis zu den unterschiedlichen Strecken, die sie fuhren. Dabei blieb eines von der Ankunft am Donnerstag Abend bis zur Abreise am Sonntag Nachmittag gleich: die begeisterte Stimmung innerhalb der Gruppe.

Wer waren diese Pioneers eigentlich und was haben sie gemacht?

Am einen Ende des Spektrums waren die zwei Männer, Beat und Sven. Beide erfahrene Mountainbiker, vollständig in ihrem Sport aufgehen (Beat arbeitet für das Swiss Epic Mountainbike Race und Sven fährt regelmäßig Mountainbike-Marathons).

Am anderen Ende waren Sandra und Daniela. Auch sie Mountainbikerinnen, wobei Sandra wegen Komplikationen nach einem gebrochenen Fuß gerade anderthalb Jahre auf Krücken hinter sich hatte und Daniela bisher noch nicht viel Zeit auf technisch anspruchsvollen Trails verbracht hatte. Aber was  ihnen an Erfahrung auf schwierigen Trails fehlte, machten die beiden mit ihrer fröhlichen „Wir schaffen das”-Einstellung mehr als wett.

So war dieser Pioneer-Trip vielleicht die beste Werbung für die Verbundenheit unter Menschen und den Wert gemeinsamer Unternehmungen. Trotz der Unterschiede in Erfahrung und Fahrkönnen bejubelten sich unsere Mannschaftsmitglieder ständig gegenseitig und stachelten sich an jeder Kurve der Trails erneut an, denn keiner sollte zurückbleiben. Abends lagen sie dann alle in den Liegestühlen und besprachen bei Bier mit funkelnden Augen die Touren des Tages. 

Und wie war das Mountainbiken?

Das Mountainbiken war „der Wahnsinn”, um ein Teammitglied zu zitieren. Ischgl ist als Mountainbike-Ort noch nicht bekannt, aber das wird sich mit Sicherheit ändern. Unsere Pioneers kamen gerade zu Beginn der Sommersaison, deshalb hatten sie die meisten Wege alleine für sich, so wie bei ihrer Radtour an Tag eins.

Am ersten Tag ging es darum, die Natur zu erkunden. Die Route war technisch wenig anspruchsvoll, so dass alle ihre volle Aufmerksamkeit der Schönheit der Umgebung widmen konnten: den hoch aufragenden Alpen und gleich mehreren Staudämmen, die wie Postkartenmotive wirkten. Mit türkisfarbenem Wasser, umsäumt von Kiefern auf der einen Seite der Staumauer und einem tiefen Abgrund mit Blick ins Tal auf der anderen, bei dem das Herz beinahe stillsteht – aus Ehrfurcht vor der Schönheit der Berge und vor der schieren Tiefe.

Die Tour an Tag zwei führte unsere Gruppe gleich über mehrere hohe Bergkämme mit fantastischer Aussicht (die sie dank einiger Seilbahnfahrten auch ohne schwierige Kletterei genießen konnten). Und die Sonne strahlte mit ihnen, als sie auf den schmalen Graten, die die höchsten Gipfel miteinander verbinden, dahinjagten: vier kleine Gestalten in großer, weiter Landschaft.

Um das Beste aus ihrer Tagestour herauszuholen, hatten die Pioneers einen Guide dabei: Heinz, der sich als eine perfekte Ergänzung für die Crew erweisen sollte. Und das nicht nur, weil er die abgelegenen Wege wie seine Westentasche kannte. Seine offenherzige Art und seine Bereitschaft, den Abschluss der Tour bei einem Bier mitzufeiern, qualifizierten ihn auf der Stelle zum Ehrenmitglied der Truppe.

Am dritten Tag zog es unsere Pioneers schon sehr früh hinaus auf die Trails bei Kappl, einer kleinen Stadt talabwärts von Ischgl. Weil Heinz nicht dabei war, konnten unsere Pioneers dort komoot auf Herz und Nieren prüfen. Ihre Tour führte sie über großartige Bergpfade mit beeindruckender Aussicht und jeder Menge Flow – und endete direkt an einer Seilbahnstation. Dieses Mal ließen sie allerdings ihre Räder stehen und fuhren ohne nach oben.

Dort wartete die Zipline als krönendes Adrenalinschmankerl zum Abschluss ihrer Tour auf sie. Einer nach dem anderen stürzten sie sich von der Bergkante und flogen, an einem Stahlseil hängend, mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde durch die Schlucht. Und damit ging das Wochenende für Daniela, Sandra, Sven und Beat tatsächlich ausgesprochen schnell zu Ende.

Die offizielle komoot Collection zum Pioneer-Wochenende in Ischgl kannst du dir hier ansehen.

Was hältst du davon, selbst Pioneer zu werden? Hier erfährst du mehr dazu.

1 Comment

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  1. B@ sagt:

    Früher nahmen Ritter ein Pferd und ein Schwert, um ein Abenteuer zu erleben. Heute ein Bike und Komoot.

    Es war ein episches Weekend mit Komoot und den Pioneers. Ischgl hat mich sehr überrascht und ich habs prompt in mein Bikerherz geschlossen.
    Danke für dieses einmalige Erlebnis…

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